
DIE MASKERADEN DES D.OREGAN
von Yade Yasemin Önder und Glossy Pain
Premiere am 15. Dezember 2023 an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
eine Produktion von Glossy Pain
„SCHLUSS MIT DIESEN REIMEN UND METAPHERN!“
In naher Zukunft in einer wichtigen deutschen Stadt. Das renommierte Schaumspielhaus sorgt für Schlagzeilen. Mit seinen reaktionären Methoden treibt der Intendant Ar Baken die aufgeklärte Generation auf die Straße. Andauernde Proteste prägen seither das Bild vor dem Theater.
Der aufstrebende Regisseur D. Oregan möchte Theatergeschichte schreiben. Ihm gibt der Intendant Ar Baken die einmalige Chance, an seinem berühmt-berüchtigten Haus zu inszenieren, um das Image des Schaumspielhauses wieder reinzuwaschen. Doch D. Oregan gibt sich damit nicht zufrieden. Gekonnt tänzelt er um den Spalt herum, der zwischen Ensemble und Führung offen klafft. Während alle anderen in diese Kluft zu stürzen scheinen, bahnt sich D. Oregan seinen Weg an die Spitze: auf den Thron des Intendanten.
Inspiriert von Can Dündars und Mohamed Anwars Graphic Novel Erdoğan setzt sich das Kollektiv Glossy Pain gemeinsam mit der Autorin Yade Yasemin Önder mit Macht(-missbrauch), Manipulation und Fanatismus auseinander – ob in Politik, Theater oder der Selfcare-Industrie, die Grenzen scheinen so fließend zu verlaufen wie ein guter Moisturizer auf der Haut.
Recep Tayyip Erdoğan versuchte sich Anfang der 1970er Jahre als Regisseur, Autor und Schauspieler und überschrieb die antikommunistische Vorlage Kızıl Pençe (Rote Kralle) zu dem Theaterstück Mas Kom Yah. Das Stück war ein großer Erfolg in der Türkei. Erdoğan konnte es sogar vor seinem damaligen Idol und späterem politischen Ziehvater Necmettin Erbakan aufführen, der ihm begeistert zujubelte, bevor er ihm Jahrzehnte später den Rücken zukehren würde.
Mit: Fatima Çalışkan, Lola Fuchs, Ercan Karaçaylı, Nicolas Fethi Türksever, Cansu Şîya Yıldız
Idee & Konzept: Katharina Stoll, Yade Yasemin Önder, Angelika Schmidt
Text: Yade Yasemin Önder
Regie: Katharina Stoll
Dramaturgie: Angelika Schmidt
Bühne und Kostüm: Wicke Naujoks
Video: Mohamed Anwar
Musik: Hannes Gwisdek
Licht: Diana Swieca
Choreographie: Jack Willenbacher
Regieassistenz: Julia Boxheimer
Ausstattungsassistenz: Iris Christidi
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Tom Müller-Heuser
Eine Produktion von Glossy Pain. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung durch das Theaterhaus Berlin
Presse
Berliner Morgenpost, Elena Philipp
„In ihrer Inszenierung werden die Machtspielchen on Theater-und Politik-Autokraten lustvoll karikiert, aber, bei aller harschen Kritik, nie denunzierend an den Pranger gestellt. Spielerisch bröckelt hier die Fassade des „schauMspielhauses“. „Das M ist doch schon wieder locker, es quietscht bei jedem Wind“, beklagt sich Ar Baken.“
Inforadio, Corinne Orlowski





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